Wirtschaftsförderung hat sich bewährt

Lippstadt (hz/spd). Als sich die Sozialdemokraten mit Blick auf die Kommunalwahl 1984 auf den Weg begaben, ein Programm für die damalige Stadtratswahl zu entwickeln, da war auch die Bildung einer städtischen Gesellschaft für die Wirtschaftsförderung (Wifö) ein Punkt ihrer Überlegungen. Unterdessen ist die im Jahr 1985 gegründete 100prozentige Tochter der Stadt Lippstadt eine feste Größe in der größten Kommune im Kreisgebiet und „hat sich, so SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Morfeld, mit ihrem breiten Aufgabensekturm als Dienstleister für die heimische Wirtschaft und als Schnittstelle zur Wirtschaft, zur Verwaltung und den politischen Akteuren vollends bewährt.

Mit dem aus Dortmund stammenden Raumplaner Dr. Dirk Drenk, der am 1. Mai seine Arbeit als Chef bei der Lippstädter Wirtschaftsförderungsgesellschaft aufgenommen hat, ist nach dem in 1985 zum ersten hauptamtlichen Geschäftsführer berufenen Lothar Nitsch, seinen Nachfolgern Klaus Höhn, Axel Haltenhof, Wilhelm Coprian und zuletzt Dr. Ingo Lübben nun der sechste Geschäftsführer für in der Erwitter Straße 105 ansässige Gesellschaft tätig. Für die Sozialdemokraten ein passender Zeitpunkt, sich mit dem neuen Mann auf der Brücke der Wifö zum ersten Meinungsaustausch zu treffen. Dazu hatte sich die Gesamtfraktion der SPD ihr gehören neben den Ratsmitgliedern auch die von den Sozialdemokraten gestellten sachkundige Bürgerinnen und Bürger an – im „CarTec“wo auch die Wifö GmbH ihre Büros hat – eingefunden. Gegenüber seinen Gästen charakterisierte Dr. Drenk sein Engagement an der Lippe als „eine spannende interessante Herausforderung“ und bezeichnete Lippstadt als „einen dynamischen Standort“. Das Spektrum der Themen des Treffens der SPD mit dem promovierten Vorsteher der örtlichen Wirtschaftsförderung erstreckte sich von der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule in Lippstadt über die Grad der Vermietungen im „CarTec“, dem Fachkräftemangel und den sozialversicherungspflichtigeBeschäftigungsverhältnissen bis zur Digitalisierung sowie Flächenvorratspolitik für Gewerbeflächen. Aber auch der bevorstehende Bau eines neuen Stadthauses auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs und die Vermeidung von Privatisierungen der Stadtwerke Lippstadt GmbH und der GWL (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt) waren Themen der über einstündige Gesprächsrunde zwischen Dr. Drenk und den Sozis.

SPD besucht Baubetriebshof

Pressemitteilung.

Lippstadt (spd). Die Gesamtfraktion der Lippstädter SPD besuchte jetzt den Baubetriebshof und informierte sich umfassend über die tägliche Arbeit, die die 159 Mitarbeiter für die Stadtgemeinschaft leisten – von der Straßenreinigung über Absperrungen bei Festen und den Bereitschaftsdienst für die Parkautomaten bis zum Neubau der „Arche“ auf der Lippe.

Daniel Utzel, Leiter des Baubetriebshofes der Stadt Lippstadt, präsentierte zu Anfang viele Zahlen aus der Arbeit des Baubetriebshofes zum Beispiel leeren die Mitarbeiter in jedem Jahr 143.000 Mal die Abfallkörbe und sammeln allein dabei 500 Tonnen Unrat ein. Allein 65 Mitarbeiter sind für das städtische Grün zuständig, wozu auch die Sportplätze und Friedhöfe gehören. Der Baubetriebshof bildet jetzt neun junge Menschen aus. Die Ausbildung werde zunehmend wichtiger, da der Arbeitsmarkt leer sei, erklärte Utzel dazu.

Einen breiten Raum im Austausch mit den Sozialdemokraten nahm die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raumes ein. Erklärungen seien die so genannte Mediterranisierung – immer mehr Leute hielten sich immer öfter draußen auf –, die Mobilität der Menschen und nicht zuletzt die zunehmende Menge an Kaffeebechern und anderen Fast-Food-Verpackungen. Insgesamt machte sich Hilflosigkeit breit, wie man dem Problem begegnen könne. Hingewiesen wurde auf die Stadt Bonn, die die Verwarngelder für Müllsünder deutlich angehoben hat. Dort kostet das Wegwerfen eines Pappbechers jetzt 25 Euro, einer Getränkedose und Fast-Food-Verpackung 35 Euro und für das das Ausspucken von Kaugummis oder Verschmutzung durch Hundehaufen werden 50 Euro fällig.

Die Fraktion begrüßte auch deshalb das Pilotprojekt „Stadtbildpflege“, eine schnelle Eingreiftruppe, auch um Anhäufung von Müll und damit die Motivation zur Neuverschmutzung zu reduzieren. Schwerpunkt seien die öffentlichkeitswirksamen und repräsentativen städtischen Flächen wie der Grüne Winkel. Ausdrücklich lobte Otto Brand, Ortsvorsteher von Lipperode, die Pflege der Sportplätze als vorbildhaft. Beim abschließenden Rundgang über das Gelände des Baubetriebshofes erhielten die Genossen noch viele Einblicke in die praktische Arbeit.

Pressekontakt: Mathias Marx, Tel. 0160 97950419

Bild: Mitglieder der SPD-Fraktion mit Daniel Utzel, dem Leiter des Baubetriebshofes.

SPD-Fraktion über CNG-Antrieb informiert

Lippstadt (spd).  Auf Einladung der SPD-Ratsfraktion Lippstadt referierten Norbert Viezens und Wolfgang Reuter, Mitglieder der Initiative für CNG-Antriebe in Lippstadt, über die Antriebstechnik von Fahrzeugen, die mit CNG-Gas betrieben werden. Diese Technik gilt als umwelt- und geldbeutelschonend. So stoßen die Antriebe keine Rußpartikel und 95 Prozent weniger Stickoxide als Euro-6-Dieselfahrzeuge aus. Zudem ist CNG-Gas ungiftig und verbrennt zu CO2 und Wasser. Der preisliche Vorteil gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren spiegelt sich auch im niedrigeren Verbrauch wider. So entspricht ein Kilogramm CNG-Gas circa 1,5 Liter Super-Benzin und 1,3 Liter Diesel. Der Preis für ein Kilogramm CNG liegt zurzeit bei 1,20 Euro, also deutlich unter den Preisen von Raffinerieprodukten. Lediglich die Reichweite von 350 bis 450 Kilometer je nach Fahrzeugtyp und Fahrweise seien ausbaufähig, befanden die Genossen in ihrer Fraktionssitzung.

In der anschließenden Diskussion wurden weitere Fragen zur Steuerbefreiung, Anschaffungskosten und Nachteile der Technologie gestellt. Zugesagt wurde der Initiative für CNG-Antriebe in Lippstadt, sich für den Erwerb weiterer Fahrzeuge im städtischen Fuhrpark einzusetzen.

Bildunterschrift: Referierten über CNG-Antrieb: Norbert Viezens und Wolfgang Reuter von der Initiative für CNG-Antriebe in Lippstadt. Foto: SPD/Thomas Morfeld.

Pressekontakt: Thomas Morfeld, Tel. 0160-97255355

Wohnen im Wandel

Pressemitteilung. SPD Stadtverband. Lippstadt. 07.11.2018

Im Dezember 2017 hatten sich die SPD-Ratsfraktion und der SPD Stadtverband dazu entschlossen, das Thema “Wohnen, Leben und Arbeiten in Lippstadt“ in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit zu stellen. Nun fand dazu im Cartec die Fachveranstaltung „Wohnen im Wandel“ statt. Mit fachlich kompetenten Fachleuten eröffnete sich eine höchst interessante Aussprache mit städtebaulichen Perspektiven auch für Lippstadt.

Als Fachleute zum Thema waren beteiligt Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen-Agentur in Olpe, Birgit Pohlmann, Architektin und Raumplanerin aus Dortmund, und Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion aus Köln. Moderiert wurde die Veranstaltung von Josef Niehaus, Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lippstadt und Vorsitzender des Aufsichtsrates der GWL/Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Lippstadt.

In seiner Begrüßung ging Jens Behrens, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, auf die Aktualität des Themas ein und merkte an, dass Wohnen ein zentraler Punkt der Daseinsvorsorge sei und deshalb nicht allein dem Markt überlassen werden dürfe. Er verwies auf die Prognose, dass bis 2030 in Lippstadt 2000 Wohneinheiten neu zu bauen sind. Darüber hinaus unterstrich Jens Behrens die Notwendigkeit, Ideen zu entwickeln und zu diskutieren, wie das Wohnen gestaltet werden muss, um allen Menschen in allen Lebensphasen eine gute Möglichkeit zum Wohnen zu geben.

Dr. Stephanie Arens stellte den Begriff der Urbanität in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. und verknüpfte Aspekte bisherigen und neuen Wohnens miteinander. Sie verwies auf neue Bedarfe am Wohnungsmarkt, wie etwa „Wohnen auf Zeit“ angesichts geforderter Mobilität im Berufsleben. Beim Wohnungsbau müsse, so Stephanie Arens, auf die baukulturelle Identität (Stichwort Wohnschiff auf dem Postgelände!!) und eine kluge Nutzungs- und Bevölkerungsmischung geachtet werden. Und besonders wichtig für eine Stadt wie Lippstadt sei es, Stadt und Land zusammenzudenken. Es reiche nicht, am äußeren Rand der Dörfer neue Wohnsiedlungen zu bauen und den alten Dorfkern zu vernachlässigen. So entstehe der so genannte Donut-Effekt = neue moderne Randbebauung einerseits und eine möglicherweise vernachlässigte Dorfmitte.

Birgit Pohlmann, erfahren in der Entwicklung und Moderation von gemeinschaftlichen Wohnprojekten, berichtete, wie gemeinsam und generationsübergreifend wohnen gelingen kann. Ein Weg zum „Wohnen für alle“ sei die Bildung von Baugemeinschaften und Baugenossenschaften. Es handele sich zwar um ein junges Thema, der Wunsch vieler junger und älterer Menschen nach verlässlicher Nachbarschaft wachse aber. Deshalb solle auch bei der Entwicklung von Neubaugebieten und deren Infrastruktur, so Birgit Pohlmann, die Nachbarschaftsbildung mitbedacht werden.

Jochen Ott blickte zunächst selbstkritisch auf die Jahre 2002/04 zurück, als auch in der Politik die Meinung vorherrschte „Deutschland ist gebaut!“. Nun sei es eben auch an der Politik, den Wohnungsbau voranzubringen, wobei ausreichende Mittel für den öffentlich geförderten Wohnungsbau die eine Seite der Medaille seien. Ebenso komme es darauf an, das Image der öffentlich geförderten Wohnungen zu verbessern. In Großstädten wie Köln habe sich vielfach die Meinung durchgesetzt, hier wohnten, umgangssprachlich ausgedrückt, vorwiegend Asoziale. Für Joch Ott kommt es bei der Entwicklung von Neubaugebieten ebenfalls auf die bereits angesprochene kluge Nutzungs- und Bevölkerungsmischung an. Mit Blick auf ländliche Kommunen beziehungsweise dörfliche Stadtteile tritt er der Forderung bei, ein speziell auf die genannten Donut-Gebiete ausgerichtetes Förderprogramm aufzulegen. Die Zahl der älteren Menschen, die ihre große Wohnung gegen eine kleinere tauschen möchten, ist alles andere als gering. Dies müsse aber, so Marlies Stotz/MdL, durch ein kommunales Vermittlungsmanagement aufgegriffen und unterstützt werden. Aus dem Kreis der Teilnehmenden kam die Frage „Wie definiert man bezahlbar?“. Jochen Ott dazu: Wenn heute davon gesprochen werde, dass bis zu 50 % des monatlichen Einkommens auf die Miete entfalle, sei das mehr zu viel. Er zieht die Obergrenze bei einem Drittel des Monatsverdienstes.

Albrecht Gubalke, Architekt und Mitglied im SPD-Kompetenzteam „Wohnen, Leben und Arbeiten in Lippstadt“, stellte im Rahmen der Veranstaltung das Studienprojekt „Studentische Wohnformen“ vor. Es geht zurück auf eine Initiative der SPD und wird im Sommersemester 2019 an der Hochschule Lippstadt stattfinden. Bei stetig steigenden Studierendenzahlen stellt sich auch am Hochschulstandort Lippstadt die Frage, inwieweit genügend und kostengünstiger studentischer Wohnraum besteht und das bestehende Wohnraumangebot den Wohnbedürfnissen der Studierenden entspricht. Oder sehen wir die Zukunft des studentischen Wohnens eher in integrierten Wohn- und Lernparks, die ein breiteres Angebot an interdisziplinärem Austausch, Weiterbildung und Freizeitgestaltung zulassen?

Pressekontakt: Jens Behrens , 015154655465

Foto: SPD Lippstadt / Karl-Heinz Tiemann

Postgelände ohne Schiff

Pressemitteilung.

Lippstadt. 23.10.2018

Die Lippstädter SPD-Ratsfraktion hat sich mehrheitlich gegen das sogenannte Schiff auf dem Postgelände entschieden.

Begründet wird die Ablehnung mit dem bereits seit August 2009 gültigen Integrierten Handlungskonzept Altstadt B-Plan Nr. 314. Dieses Integrierte Handlungskonzept hatte zwei Vorläufer im Planungsgutachten der Freien Planungsgruppe Berlin von 1969 und im städtebaulichen Rahmenplanung Altstadt Lippstadt 1990. Die dort genannten Handlungskonzepte besitzen noch heute ihre Gültigkeit.

Zu der hier zur Rede stehenden „Insel“ zwischen Lippe und Kanal wird u.a. ausgeführt “…als städtebaulicher Bruch muss an dieser Stelle das Postgelände am östlichen Abschluss der Insel bewertet werden. Im Zusammenhang mit der Lage direkt am Grünen Winkel, kann (muss) in dem Fall von einer fehlgenutzten Fläche gesprochen werden. Grundsätzlich ist dieser Bereich als das Entree zum Grünen Winkel zu sehen.“

Insofern schließt sich die SPD-Fraktion der Auffassung des Gestaltungsbeirates an, der feststellt, dass das geplante Vorhaben in keinem Bezug zur Altstadt oder der direkten Umgebung stehe und keine proportionale und gestalterische Verträglichkeit mit der Altstadt aufweise. Die nunmehr überarbeitete Planung des Büros Ballhorn-Architekten, Arbeitsbezeichnung -„Das Schiff“-, aber auch die erste Entwurfsfassung, widerspricht allen Zielvorstellungen des „Integrierten Handlungskonzeptes Altstadt“ und ist mit Nachdruck abzulehnen!

„Es gibt aber noch weitere Gründe, die gegen die großvolumige Bebauung sprechen“, so SPD-Fraktionschef Thomas Morfeld. War noch im ersten Entwurf eine fußläufig durchgängige Garten- und Parkfläche zur Lippe hin angedeutet, so finden wir jetzt nur noch einen geschlossenen Wohnkörper. Ein Vergleich, der die Nutzfläche eines neuen Baugebiets und die des geplanten Schiffes in ein anschauliches Verhältnis setzt: Das Baugebiet “Auf dem Rode“ hat eine Gesamtfläche von 112.000 m² und wird 180 Wohneinheiten mit ca. 500 dort lebenden Menschen erhalten. Auf die Fläche des Postgeländes „Das Schiff“ entstehen auf einer Baufläche von ca. 6.000 m² mit 110  Wohneinheiten, die von ca. 280 Menschen bewohnt werden. Es ist damit klar zu erkennen, welche massive Nutzung hier auf einer relativ kleinen Baufläche geplant ist.

Darüber hinaus haben die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion erhebliche Zweifel hinsichtlich der von den Investoren geplanten sozialen Durchmischung bei den künftigen Mietern. Mietpreise, die sich im Preissegment sozialer Wohnungsbau bewegen, liegen bei 5,55 €/m², und somit die Durchmischung ermöglichen, hält die Fraktion bei diesem Projekt für unrealistisch.

„Energisch möchten wir Herrn Chlosta wiedersprechen, die Politik hätte sich nicht ausreichend sachkundig gemacht“, so Morfeld. “Es haben vier Gesprächsrunden mit den Verantwortlichen stattgefunden. Auch unsere internen Diskussionen und Beratungen zu dem Thema waren zeitintensiv und sachbezogen und haben zu dem genannten Ergebnis geführt. „Wir haben nicht mal eben so entschieden“, so Thomas Morfeld, „und eine „provinzielle Abwehrhaltung“ ist das auch nicht, sondern Verantwortung für unsere schöne Stadt.

Straßenbaubeiträge abschaffen

Pressemitteilung.

Lippstadt (spd). 17.10.2018

Die Lippstädter SPD fordert die Straßenbaubeiträge abzuschaffen. Im Zuge einer grundlegenden Erneuerung von Straßen (Zweitausbau) führen bei der zur Zeit üblichen Abrechnungspraxis zu erheblichen Ungerechtigkeiten. Die Kosten für Anwohner von Straßen, die einen Zweitausbau erhalten, können fünfstellig ausfallen. Das belaste junge Familien oder führe zu Altersarmut von Senioren mit niedriger Rente. Diese Gruppen erhielten von Banken kaum einen Kredit zur Finanzierung der von der Stadtverwaltung erhobenen Anliegerkosten.

„Die Kosten für den Zweitausbau von Straßen muss die Stadt nach dem Kommunalen Abgabengesetz (KAG) erheben, sie hat da keinen Spielraum. Die Abschaffung der Straßenbaubeiträge würde auch zu einer Entlastung der Stadtverwaltung und der Kostenabrechnung führen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Lippstädter SPD Thomas Morfeld.

Die Höhe der Anliegerkosten sei noch von einem anderen Umstand abhängig. So seien in der Regel die Anliegerkosten für den Straßenausbau in der Kernstadt mit vielen Anliegern und Mehrfamilienhäusern geringer als in den Ortsteilen mit großen Grundstücken und nur wenigen Anliegern. Ebenfalls kostenabhängig ist, wie breit bzw. schmal eine Straße gebaut ist Unterschiedlicher Meinung über die Abschaffung der Straßenbaubeiträge ist das Land NRW. „Die Landesregierung hat kein Interesse signalisiert, die gesamten Kosten zu übernehmen. Es besteht nicht einmal ein Interesse das Gesetz überhaupt zu ändern“, berichtet Thomas Morfeld. Und eine Änderung könne nur die Landespolitik herbeiführen. Zurzeit gäbe es zwei Überlegungen, wie die Milliardenkosten finanziert werden könnten.

Eine Möglichkeit sei die Finanzierung nach dem Verursacherprinzip über eine höhere Kfz-Steuer. Denn alle, die mit dem Auto fahren, nutzen die Straßen.

Eine andere Möglichkeit sei die Finanzierung über eine Erhöhung der Grundsteuer B. Bei dieser Lösung würden alle Nutzer, auch die der Geh- und Radwege, die Verkehrswege mitfinanzieren.

„In jedem Fall müssten aber  Ausbaustandards festgelegt werden und nach welchen Schlüssel die Dringlichkeit des Straßenausbaus bewertet wird“ so Thomas Morfeld, Fraktionsvorsitzender der Lippstädter SPD.

SPD besichtigt Unterführung Tonhüttenweg

Pressemitteilung.

Lippstadt (spd). 30.9.2019.

Bei ihrer Zusammenkunft besichtigte die SPD-Ratsfraktion die neugestaltete Unterführung am Tonhüttenweg. Josef Niehaus und Sven Salmen, die Ratsmitglieder für den Südwesten der Stadt, erläuterten ihren Ratskollegen die Umbaumaßnahmen. Die ausgeführten Arbeiten wurden insgesamt für gut befunden. Bereits vor Jahren hatte die SPD den Wunsch geäußert,  die Unterführung auf eine Höhe zu bringen, die es auch Radfahrern ermöglicht, dort gefahrlos die Bahnstrecke zu unterfahren. Dieser Wunsch konnte leider nicht realisiert werden, da die Tieferlegung einen gravierenden Eingriff in die Brückenstatik zur Folge gehabt hätte und die Kosten auf einen sechsstelligen Betrag angestiegen wären. So müssen die radfahrenden Nutzer der Unterführung absteigen und ihr Fortbewegungsmittel schieben.

 

Gesamtfraktion besichtigt Kläranlage

Pressemitteilung.

Lippstadt (spd). Bei ihrer Zusammenkunft besichtigte die SPD-Gesamtfraktion die zentrale Kläranlage der Stadt. Im Zentrum standen die neuen Anlagen zur Trocknung des Klärschlamms und Energiegewinnung. Unter fachkundiger Führung von Thorsten Strugholz, dem stellvertretenden Betriebsleiter (hi., 3. v. li.), und Stadtwerke-Chef Siegfried Müller (vo., 4. von li.) informierten sich die Lippstädter Genossen über die neueste Technik und die arbeitsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anlage.

Letzter Gang der SPD durch das Stadttheater

Pressemitteilung. Die SPD-Gesamtfraktion hat – kurz bevor der letzte Vorhang auf der Bühne fällt und die Sanierung beginnt – das inzwischen 45 Jahre alte Stadttheater noch einmal besichtigt.

Unter der fachkundigen Führung von KWL-Chefin Carmen Harms, dem für Bauen verantwortlichen Fachbereichsleiter der Stadt Lippstadt Heinrich Horstmann und Jörg Veenhof, dem Fachdienstleiter Gebäudewirtschaft der Stadt, wurde das Kulturhaus vor und hinter der Bühne in Augenschein genommen und die geplanten Veränderungen wurden erklärt. Große Zustimmung gab es für die Verbesserungen der Barrierefreiheit. Auch die Vergrößerung des Foyers und die Theke im Obergeschoss wurden begrüßt.

Die 16,6 Millionen Euro für die Sanierung sind aus Sicht der Lippstädter Sozialdemokraten gut angelegtes Geld, ist das Theater mit seinen rund 800 Sitzplätzen doch die zentrale Versammlungsstätte für alle Bürgerinnen und Bürger und viel mehr als nur „die gute Stube“ der Stadt. Die Bürger würden bei den Bauarbeiten mitgenommen, so sind bereits Baustellenbesichtigungen angedacht und ein Online-Tagebuch wurde angeregt.

Natürlich beteiligt sich die SPD auch an dem Kauf der alten Sitze aus dem großen Saal. Sie dankte Friedrich Auffenberg, der den Verkauf organisiert, für sein ehrenamtliches Engagement. Für die neu zu beschaffenden Stühle wünscht sich die SPD Sitzproben, idealerweise an einem belebten Ort in der Stadt, um die Meinung möglichst vieler Lippstädter Bürger einzuholen.

Mit den Planungen der Stadtverwaltung waren die Sozialdemokraten sehr zufrieden. Zur Planung der Ausweichstätten wurde nachgefragt, warum nicht auch ungewöhnliche Spielstätten, zum Beispiel leer stehende Werkhallen oder Ladenlokale, in Betracht gezogen würden. Carmen Harms führte rechtliche Bedenken und den Mehraufwand als Gründe an.

Nahmen zum letzten Mal im alten Theater Platz: Mitglieder der SPD-Gesamtfraktion. Foto: SPD/S. Salmen.

Viele Veränderungen – Stadtparteitag wählt Vorstand

Pressemitteilung

Lipperode (spd). Nicht nur ein neues Parteibüro ab Mitte April, sondern auch neue Köpfe im Vorstand zählen zu den Veränderungen im SPD Stadtverband Lippstadt, die jetzt auf dem Parteitag in Lipperode stattgefunden haben.

Der wiedergewählte Stadtverbandsvorsitzende Jens Behrens begrüßte die SPD Delegierten im alten Gasthaus Voss im „rotesten Ortsteil Deutschland“, was Ortsvorsteher Otto Brand in seiner Begrüßung schmeichelnd als „etwas übertrieben“ kommentierte.

Bürgernah, gut erreichbar, sichtbar und offener – das waren die Anforderungen für das neue SPD-Büro, welche sich der Vorstand auf die Fahnen geschrieben hat. Nach diversen Sichtungen von möglichen Objekten hatte sich der Vorstand zusammen mit der Landtagsabgeordneten Marlies Stotz und Mitarbeitern aus dem SPD-Bürgerbüro für die neuen Räume in der Cappelstraße 7 entschieden. Eine Wirkungsstätte, die dem ein oder anderem (älteren) SPD-Mitglied bekannt vorkam. Dort residierte der Stadtverband bereits in den 1970er-Jahren. Mit Blick auf die sozialen Einrichtungen auf der sogenannten sozialen Meile Lippstadts meinte Behrens „sind wir da, wo wir hingehören“.
In seinem Jahresbericht hob der SPD-Chef auch das neue Format des Neujahrsempfangs hervor. Mit über 70 Teilnehmern seien seine Erwartungen weit übertroffen worden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Morfeld, der zum Jahreswechsel in die Fußstapfen von Hajo Kayser getreten ist, berichtete über einen sehr guten Mix von Fachwissen aus „alten Hasen und jungen Wilden“ in der Fraktion. Auch das Lachen in der Fraktion käme bei den Sitzungen nicht zu kurz. Besonders die Harmonie sei ausgesprochen gut, was bereits Otto Brand in seiner Begrüßung sehr deutlich machte: „So etwas habe ich in den vielen Jahren noch nicht erlebt.“ Stellung bezog Morfeld zum Stadthausneubau und zur „alternativlosen“ Sanierung des Lippstädter Theaters. Offene Themen, die im Wahlprogramm 2014-2020 stehen, werden jetzt in den nächsten Wochen in der Fraktion wieder auf den Tisch kommen, so der Fraktionsvorsitzende.

Die heimische Landtagsabgeordnete Marlies Stotz bescheinigte in ihrer Ansprache der aktuellen schwarz-gelben Landesregierung eine „soziale Kälte“ und dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Blöming aus Erwitte warf sie einen unlauteren Politikstil vor. Reine Jubelmeldungen seien die geplanten Straßenbaumaßnahmen und Radwegkonzepte gewesen. Der Radweg zwischen Benninghausen und Overhagen sei nur auf Platz 19 in der Prioritätenliste des Regionalrates – was er auch schon unter der vormaligen, rot-grünen Landesregierung war. Aufgrund ihrer Nachfrage bei der Bezirksregierung in Arnsberg meinte sie, dass sei eine ernsthafte Chance auf Realisierung vor 2020 gar nicht denkbar sei. Keine einzige Maßnahme aus der Jubelmeldung Blömings in der Presse sei auf den vorderen Plätzen der Prioritätsliste des Regionalrates.
Auch die Kürzung der Wohnbauförderung von 300 auf 800 Millionen Euro sei ein Akt der sozialen Kälte der amtierenden NRW Regierung – ganz zu schweigen von dem Wegfall des Sozialtickets. Hinzu kämen noch die negativen Folgen durch den Abbau der 2800 Plätze in den Produktionsschulen, so Stotz. Diese würden lediglich durch 1600 Plätze in einem Werkstattjahr ausgeglichen – ein Verlust von 1.200 Plätzen für die Jugend. Komplett gestrichen werden solle das Programm „Jugend in Arbeit plus“, welches arbeitslose junge Erwachsene auf den Weg in die Arbeit unterstützen soll.

Bei den nach zwei Jahren turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde der geschäftsführende Vorstand, bestehend aus Jens Behrens (Vorsitzender), Ute Strathaus (1. Stellv. Vorsitzende), Sven Salmen (2. Stellv. Vorsitzender), Günter Fahle (Kassier) und Oliver Bertelt (Schriftführer), in seinen Ämtern bestätigt. Den Vorstand komplettieren die beiden Beisitzerinnen Beate Wegmann und Marianne Schobert sowie Dietmar Reineke (Migrationsbeauftragter) und Martin Schulz (Seniorenbeauftragter). In die Kontrollkommission wählten die Delegierten Katharina Palm und Karl-Heinz Tiemann.