Auch Kultur ist systemrelevant!

Ein Beitrag unserer Bürgermeisterkandidatin Sabine Pfeffer

Lippstadt hat sich ein Kulturelles Leitbild gegeben, dieses gilt es jetzt auch konsequent weiterzuführen. Die kulturelle Identität einer Stadt ist als Standortbestimmung ihrer Bewohner wichtig, aber genauso auch für Neubürger und Menschen mit Migrationshintergrund. Kulturelle Wurzeln wollen gelernt sein, denn sie dienen unserem Zusammenleben. Hier möchte ich einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit als Bürgermeisterin setzen.

Kultur von allen 

Früher hieß es, Kultur für alle, um die Teilhabe an Kultur hervorzuheben. Heute ist man sich einig, dass Kultur von allen der Weg in die Zukunft ist. Die Menschen möchten nicht mehr nur konsumieren, sie möchten auch selber mitbestimmen und mitgestalten , was die Kulturangebote vor Ort angeht. Das aber verlangt Vernetzung und Unterstützung der verschiedenen Beteiligten. Ich möchte dafür einen Kulturmanager-in einstellen, die genau diese Funktion übernimmt und dadurch auch der Kultur in der Verwaltung einen neuen Stellenwert gibt.

Alles, was Menschen schaffen , ist Kultur

Kultur ist eine Querschnittsaufgabe, dies müssen wir besser in einer nachhaltigen Politik verankern. Es geht um Baukultur, also Stadtentwicklung, auch  als Mitglied der historischen Stadtkerne, aber genauso gut auch um moderne Architektur. Freiraum soll so gestaltet werden, dass er der gesamten Bevölkerung dient. Kulturelle Bildung ist eine grundlegende Aufgabe einer Kommune. Dies will ich weiter unterstützen und ausbauen. Wir müssen die städtischen Angebote und die freischaffenden Künstler und Kulturschaffenden besser vernetzen und nachhaltiger fördern.

Geschichte und Moderne

Lippstadt hat einmalige und geschichtsträchtige Bauwerke, die es zu erhalten gilt. Nur so können wir unsere Identität verstehen aber auch besser vermarkten. Gemeinsam mit allen Beteiligten möchte ich die Innenstadt als Ort der Geschichte erlebbar machen, z.B. auch die Orte , die jetzt in Vergessenheit geraten sind, wie die Stiftsruine, die Synagoge, den Remter oder alte Industriebauten, wie die Hospitalstrasse. In moderner Umgebung, mit innovativen Konzepten an die Gegenwart angepasst , können wir unsere Geschichte so erlebbar machen und in die Zukunft tragen.

Kulturelle Bildung mehr unterstützen und fördern

Gerade junge Menschen sind offen für künstlerische Angebote wie Jeki, oder dem Kulturrucksack. Ich möchte gerne hier noch mehr Angebote schaffen, wie z.B.eine Kreativschule. Hier könnten Kinder und Jugendliche musizieren, malen, schreiben, basteln oder auch die IT kennenlernen und lernen. Unabhängig vom Geldbeutel der Eltern müssen junge Menschen sich kreativ ausprobieren können, um später kreative Ideen an die Gesellschaft zurückzugeben. Gerade hier brauchen wir mehr Angebote.

Unser Stadtmuseum endlich wertschätzen

Lippstadt hat ein Stadtmuseum, das auch überregional ein Kleinod der Baukunst ist. Schon das Gebäude an sich ist ein Museum an Zeitgeschichte. Bürgerliches Leben ist hier allein an Decken und Wänden zu erleben, wie auch der Reformismus. Ein solches Haus muss im Besitz der Stadt bleiben und vor allem endlich wertgeschätzt werden. Hier können Einwohner, Besucher und Neubürger lernen, wie Lippstadt sich entwickelt hat, wo die Wurzeln sind und wie die Zeiten sich verändert haben. Sich im hier und jetzt einordnen kann man nur durch gelernte Geschichte. Daher brauchen wir endlich ein Museumskonzept und die Bereitschaft unser Schatzkästlein angemessen in die Zukunft zu führen. Ich werde mich hierfür stark machen. 

Kultur- und Kreativwirtschaft 

In der Coronakrise haben wir gemerkt, wie sehr wir Kultur vermissen, wenn sie denn nicht mehr angeboten wird. Wir brauchen das Gemeinschaftsgefühl ein gemeinsames Erleben eines Konzerts, einer Aufführung, einer Ausstellung, sie dient dem Austausch und dem Zusammenhalt in einer Stadtgesellschaft. Deshalb müssen wir dringend die Förderlandschaft untersuchen und den  aktuellen Erfahrungen anpassen. Es ist zu überdenken, wo wir nachhaltig Leistungen einfordern wollen, um sie dadurch auch nachhaltig unterstützen zu können. Gleichzeitig muss die Kultur-und Kreativwirtschaft aber auch endlich als Wirtschaftsfaktor anerkannt und auch in diesem Sinne mit beachtet werden.

Kultur braucht eine Lobby 

„Kultur braucht eine Lobby“ – Mit diesem Satz hat die SPD zum 1. Kulturforum eingeladen. Hier haben Bürger und Engagierte von unten nach oben eingefordert, was für sie in Lippstadt fehlt, besser gemacht oder gefördert werden soll. Diese Ergebnisse möchte ich weiterhin gemeinsam weiter bearbeiten . Ich möchte der Kultur den Stellenwert geben ,den sie verdient in unserer Stadt. Für unsere Bürger, für alle Engagierten, aber auch für Besucher und weit über Lippstadts Grenzen hinaus. Sie alle haben das verdient.

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SPD-Lippstadt

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