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Hans Zaremba über die Mehrgenerationenarbeit in Lippstadt

In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfe- und Sozialausschusses der Stadt Lippstadt stellte der Vorsitzende Hans Zaremba in seiner Eigenschaft als Mitglied der SPD-Fraktion den von den Genossinnen und Genossen eingebrachten Antrag zur Mehrgenerationenarbeit in Lippstadt vor. Ein Thema, das die Sozis nunmehr seit über einem Jahrzehnt mit einer stetigen Beharrlichkeit verfolgen. Es ist ihr Verdienst, dass im Sommer 2017 mit dem „Mikado“ ein mit Bundesmitteln gefördertes Mehrgenerationenzentrum seine Arbeit aufnahmen konnte. Der Wortlaut der Antragsbegründung von Hans Zaremba wird nachstehend veröffentlicht.

„Bereits in der konstituierenden Sitzung dieses Ausschusses hatte ich angekündigt, dass wir – die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lippstadt – uns eine Erweiterung der Mehrgenerationenarbeit in Lippstadt wünschen. Zum Antrag meiner Fraktion und der Vorlage der Verwaltung einige kurze Anmerkungen:

Rückblick und Dank

Die bisherige Arbeit im „Mikado“ ist zweifellos ein Erfolg, der sicherlich nach dem Abklingen der Corona-Krise und die allseits erhofften Kontakt-Lockerungen wieder in seiner vertrauten Form seine Fortsetzung finden dürfte. Für die gelungene Umsetzung der verschiedenen politischen Vorgaben durch die Akteure im und rund um das „Mikado“ möchte ich allen danken, die dazu beigetragen haben.

Ausweitung

Nach der guten Annahme des „Mikados“ wollen wir als SPD und sicherlich auch etliche andere Gruppen und Personen diese Betätigung auf andere Bereiche im Stadtgebiet ausweiten. Das sollte nach unserer Auffassung zunächst mit einem Angebot im Norden der Kernstadt fortgesetzt werden, wofür unterdessen der SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) sein Interesse für eine Trägerschaft bekundet hat. Ebenso wünschen wir uns im Anschluss eine Einbeziehung der Mehrgenerationenarbeit auch durch andere Bereiche im gesamten Stadtgebiet. So stellen wir uns vor, in Verbindung mit dem Büro für bürgerschaftliches Engagement aus dem Fachbereich Familie, Schule und Soziales der Stadt Lippstadt und dem „Mikado“ die Angebote der Mehrgenerationenarbeit auch in den dörflichen Ortsteilen vorzuhalten. Die dort bestehenden Bürgerzentren und vergleichbare kirchliche Einrichtungen – wie die Begegnungsstätte „Die Brücke“ in Bad Waldliesborn – könnten dafür die Anlaufstellen sein.

Förderung

Mit unserem Antrag wollen wir auch erfahren, welche Möglichkeiten der Förderung durch andere Stellen – Europa, Bund und Land – gegeben sind, um ein derartiges kommunales Engagement zu unterstützen. Derzeit erfährt das „Mikado“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine jährliche Förderung von 40.000 Euro. Es ist zu erwarten, dass nach dem Abklingen der Corona-Pandemie zusätzliche Förderprojekte aufgelegt werden, um die teilweise durch die Lockdown-Maßnahmen zum Erliegen gekommenen gesellschaftlichen Aktivitäten wieder neu zu beleben. Vielleicht ergeben sich aus solchen Programmen des Bundes und des Landes zusätzliche Impulse für unsere kommunalen Anstrengungen.

Stadtetat

Überdies ist uns durchaus bewusst, dass diese Überlegungen nicht nur mit Fördergeldern von außerhalb zu realisieren sein wird. Somit werden wir auch fortwährend nach Mitteln aus dem Stadtetat Umschau halten  müssen. Das könnten noch interessante und vielleicht auch anstrengende Haushaltsberatungen werden. Generell vertreten wir auch die Auffassung, die förderliche Arbeit der Stadt Lippstadt im Zuge des Zertifizierungsverfahrens „Familiengerechte Kommune“ mit weiteren zusätzlichen Ansätzen fortzusetzen.

Auszeichnungen

Bisherige Auszeichnungen für dieses städtische und überzeugende Engagement sind dafür gewiss ein Ansporn. Es soll aber nicht bei schmückenden Urkunden für die „Familiengerechte Kommune“ bleiben. Sie ist durch eine Fortführung des Einsatzes der Politik, Verwaltung und anderer Interessengruppen weiterhin zu betonen. Zur Erinnerung: Auch die Mehrgenerationenarbeit im „Mikado“ ist letztlich mit einer Initiative „Familienfreundliche Kommune“ zum Laufen gebracht worden.  Dies dokumentiert ein alter Ratsbeschluss aus dem März 2014. Ich bitte um Zustimmung für den Antrag der SPD-Fraktion.“

Beschluss

Schließlich folgte der Jugendhilfe- und Sozialausschuss dem Antrag der SPD und den Vorschlägen des von ihr gestellten Ausschussvorsitzenden Hans Zaremba mit einem einmütigen Votum.

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