Mehr Mut bei der Stadtgestaltung

Von Sabine Pfeffer für „Lippstadt am Sonntag“

Wir brauchen mehr Mut zu einer innovativen Aufwertung unserer Innenstadt! Ich möchte unser Lippstadt für die Zukunft gestalten – vom Zentrum bis hin zu neuen Stadtquartieren. Dabei will ich unsere Geschichte und die Moderne zusammenbringen, das Stadtbild weiterentwickeln und mit mehr Grün und mehr Natur Lippstadt noch lebenswerter machen. Eine besondere Herausforderung wird aber sein, Lippstadt auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.


Der Nicolaiweg in der historischen Innenstadt: Die SPD-Bürgermeisterkandidatin Sabine Pfeffer will das Alte mit seinen geschichtlichen Gebäuden ihrer Heimatstadt bewahren.

Geprägt

Unsere Stadt ist geprägt von dem historischen Zentrum,  der Lippe mit ihren Umfluten, alten und neuen Stadtteilen, den Gewerbegebieten und natürlich unseren 17 Ortsteilen. Lippstadt hat seinen ganz eigenen Charakter und viel Charme. Als Bürgermeisterin werde ich sehr genau darauf achten, dass Lippstadt bei allen nötigen Veränderungen immer unser Lippstadt bleibt. Gleichzeitig ist Lippstadt eine moderne Einkaufsstadt und will Technologiestandort werden. Dies will ich zusammenbringen und unsere Stadt so in die Zukunft führen.Unsere historische Innenstadt lebt von den geschichtlichen Gebäuden, dem Charakter der verschiedenen Baustile und den zeitgenössischen Bauten. Wir müssen aufpassen, dass unser Kulturgut an historischen Bauten auch weiterhin gepflegt und saniert wird. Ein gutes Beispiel ist die Schankhausdiva, ein trauriges Beispiel ist unser Stadtmuseum. Ich möchte, dass auch unsere Enkel noch die Geschichte unserer Stadt erleben können. Ich beabsichtige, das Stadtbild daher so weiter zu entwickeln, dass unser Heimatort sowohl Vergangenheit, aber auch  die Gegenwart spiegeln kann. Es muss das Alte bewahrt, und das Neue nachhaltig eingefügt werden. Zwischen Altstadt und Moderne kann demnächst das neue Quartier südliche Altstadt ganz neue Perspektiven bieten. Moderne Architektur, klimagerechte Bauweisen und kreative grüne Freiraumgestaltung können  an diesem Ort ein neues Zentrum schaffen, in direkter Nachbarschaft zu Straßen mit Erhaltungssatzung und Industriekultur. Dieses neue Areal bietet uns die Chance, neben einem innovativen neuen Stadthaus auch Handel und Gewerbe, und mit dem Depot und anschließendem alten Industriebau auch der Kultur neuen, kreativen Raum zu geben. Es muss nur mal gedacht werden dürfen . . . ob als neuer Teil unseres Museums, Markthalle mit Galeriecharakter oder Veranstaltungsraum in bester Lage am neuen Stadthausboulevard können wir Lippstadt eine neue Facette zufügen.

Einkaufsstadt

Als Einkaufsstadt war Lippstadt schon immer sehr beliebt. In der heutigen Zeit des ausufernden Onlinehandels haben wir allerdings sehr zu kämpfen, um nicht an Attraktivität gegen die großen Städte im Umfeld zu verlieren. Wir müssen also unsere Innenstadt so aufwerten, dass Menschen nicht nur zum Einkaufen kommen – sondern auch zum lernen, erfahren und genießen. Deshalb möchte ich die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigern und mehr soziale und kulturelle Angebote schaffen. Dazu gehört auch, die Gastronomie mehr zu unterstützen und ihr mehr Raum zu geben. Warum nicht die Lange Straße Nord im Sommer an den Wochenenden  schließen und so zur zweiten Poststraße zu machen? Die Plätze in unserer historischen Innenstadt sollten nicht nur als Parkplätze für Autos dienen! Ich möchte unsere Plätze für uns Menschen gestalten, mit mehr Leben und mehr Platz für Gastronomie und Kultur. Aber auch mehr Grün in Form von Pflanzen, Begrünungen oder Blumen können den Aufenthalt hier attraktiver machen.  Mit neuen Ideen wie mobilen Bäumen oder modernem Stadtmobiliar und Spielmöglichkeiten möchte ich die Plätze weiter aufwerten. Das gilt besonders für den Platz vor und um unser Stadtmuseum. Hier muss dringend etwas passieren, um das Museum mehr in Szene zu setzen und attraktiver für Besucher zu machen.


Der Grüne Winkel in Lippstadt: Die naturnahe Idylle in der Nähe der City möchte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Sabine Pfeffer noch attraktiver gestalten.
Fotos (2): Mathias Marx

Aufenthaltsqualität

Mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ist immer mit mehr Bäumen, Pflanzen und Blumen zu schaffen. So können wir sowohl unsere Natur schützen, als auch unsere Stadt noch lebenswerter machen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Parks weiterentwickeln. Auch Hundebesitzer sollten hier mehr Platz für sich und ihre vierbeinigen Freunde finden, zum Beispiel als Agility Fläche, wo das möglich ist.  Besonders den Grünen Winkel können wir noch attraktiver machen. Mit Sportangeboten wie Beachvolleyball oder Geräten, und wichtig ist mir auch, mehr Zugänge zum Wasser zu schaffen: Licht – Wasser-Leben kann sich gerade hier besonders gut darstellen und Besucher und Bürger begeistern. Jede dieser Maßnahmen muss immer unter Klimagesichtspunkten bedacht werden. Auch Lippstadt wird vom Klimawandel betroffen. Ich werde deshalb hier vor Ort alles Nötige tun, was wir zum Klimaschutz beitragen können. Wir wissen  schon heute, dass es durch den Klimawandel zu  mehr extremen Wetterlagen kommen wird: Hitze und Trockenheit, Starkregen, Überschwemmungen, Stürme. Darauf muss Lippstadt vorbereitet werden. Wir müssen mit sogenannten Klimaanpassungsmaßnahmen dafür sorgen, dass unsere Stadt mit Unwettern besser umgehen kann, Beispiele hierfür bis hin zu Schwammbodenbelägen, die Starkregen aufnehmen und später als Feuchtigkeit wieder abgeben, gibt es schon. Wir müssen gucken, was sich hier im Einzelnen für unsere Stadt anbietet und benötigt wird.Neue Stadtteile bieten uns die Möglichkeit,  die Zukunft für Lippstadt nachhaltig zu planen. Ich möchte dabei innovative Quartiere schaffen, in denen wir wohnen, leben und arbeiten können. Besonders wichtig ist mir, solche Stadtteile immer partnerschaftlich mit allen Lippstädterinnen und Lippstädtern zu entwickeln. Sie sollten flächenschonend und energiesparend sein, bezahlbaren Wohnraum schaffen und eine echte, soziale Nachbarschaft entstehen lassen.Gerade in neuen Stadtteilen möchte ich auf moderne Baukonzepte setzen. Hier bietet sich auch noch das Hella Areal oder auch das Postgelände an .Dabei können wir sowohl besonders energieeffizient und umweltschonend bauen, als auch neue Wohnformen fördern. Innovative Architektur mit natürlichen Baumaterialien und  grünen Fassaden und Dächern können so  die Lebensqualität steigern, aber auch neue Impulse für die Innenstadt setzen. Gleichzeitig sollen diese Quartiere auch Leben und Arbeiten vereinen und somit Lippstadt zukunftssicher machen.Unser Lippstadt ist eine Stadt mit Geschichte und Charme. Ich bin Lippstädterin durch und durch und möchte daher als Bürgermeisterin dafür arbeiten, unsere Stadt für die Zukunft zu gestalten. Gemeinsam können wir Lippstadt zu einer Stadt machen, in der Moderne und Geschichte zusammenkommen – mit viel Lebensqualität.

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