Straßenbaubeiträge abschaffen

Pressemitteilung.

Lippstadt (spd). 17.10.2018

Die Lippstädter SPD fordert die Straßenbaubeiträge abzuschaffen. Im Zuge einer grundlegenden Erneuerung von Straßen (Zweitausbau) führen bei der zur Zeit üblichen Abrechnungspraxis zu erheblichen Ungerechtigkeiten. Die Kosten für Anwohner von Straßen, die einen Zweitausbau erhalten, können fünfstellig ausfallen. Das belaste junge Familien oder führe zu Altersarmut von Senioren mit niedriger Rente. Diese Gruppen erhielten von Banken kaum einen Kredit zur Finanzierung der von der Stadtverwaltung erhobenen Anliegerkosten.

„Die Kosten für den Zweitausbau von Straßen muss die Stadt nach dem Kommunalen Abgabengesetz (KAG) erheben, sie hat da keinen Spielraum. Die Abschaffung der Straßenbaubeiträge würde auch zu einer Entlastung der Stadtverwaltung und der Kostenabrechnung führen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Lippstädter SPD Thomas Morfeld.

Die Höhe der Anliegerkosten sei noch von einem anderen Umstand abhängig. So seien in der Regel die Anliegerkosten für den Straßenausbau in der Kernstadt mit vielen Anliegern und Mehrfamilienhäusern geringer als in den Ortsteilen mit großen Grundstücken und nur wenigen Anliegern. Ebenfalls kostenabhängig ist, wie breit bzw. schmal eine Straße gebaut ist Unterschiedlicher Meinung über die Abschaffung der Straßenbaubeiträge ist das Land NRW. „Die Landesregierung hat kein Interesse signalisiert, die gesamten Kosten zu übernehmen. Es besteht nicht einmal ein Interesse das Gesetz überhaupt zu ändern“, berichtet Thomas Morfeld. Und eine Änderung könne nur die Landespolitik herbeiführen. Zurzeit gäbe es zwei Überlegungen, wie die Milliardenkosten finanziert werden könnten.

Eine Möglichkeit sei die Finanzierung nach dem Verursacherprinzip über eine höhere Kfz-Steuer. Denn alle, die mit dem Auto fahren, nutzen die Straßen.

Eine andere Möglichkeit sei die Finanzierung über eine Erhöhung der Grundsteuer B. Bei dieser Lösung würden alle Nutzer, auch die der Geh- und Radwege, die Verkehrswege mitfinanzieren.

„In jedem Fall müssten aber  Ausbaustandards festgelegt werden und nach welchen Schlüssel die Dringlichkeit des Straßenausbaus bewertet wird“ so Thomas Morfeld, Fraktionsvorsitzender der Lippstädter SPD.

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