Schule in der zweiten Corona- Welle

Besteht Schule jetzt nur noch aus offenen Fenstern, Schal, Mütze, Wolldecke und Maske?

Angesichts der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie sorgen wir uns um die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie allen weiteren Personen, die zu einem reibungslosen Ablauf von Schule notwendig sind.

Das Krisenmanagement der Landesregierung reagiert leider nur unzureichend flexibel auf diese Entwicklungen und empfiehlt Alltagsmasken ab der fünften Klasse auch im Unterricht, warme Kleidung und Lüften im 20- Minuten Takt. Aber reicht das aus, um einen guten Schutz vor Ansteckungen zu bieten, ohne dabei die Besonderheiten von individuellen Lernsituationen aus den Augen zu verlieren?

Alternative Unterrichtskonzepte

Wie schon das RKI (Robert Koch-Institut) empfiehlt, sehen wir einen Lösungsansatz darin, lokale und individuelle Ressourcen der Schulen zu nutzen und um alternative Unterrichtskonzepte entwickeln, die sich ebenso dynamisch an die Situation anpassen lassen, wie sich die Situation selbst verändert. Das bedeutet kleinere Klassen, größere Räumlichkeiten und ein gut durchdachtes Konzept, welches Präsenz- du Fernlehre kombiniert.

Durch den so geschaffenen Abstand zwischen den Beteiligten könnte es gelingen, Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, ohne dass bestimmte Leistungsgruppen vernachlässigt werden.

Luftfilteranlagen

Sie sind eine Möglichkeit, um die Atemluft in Klassenzimmern effektiv erregerfrei zu bekommen. Durch den Filtervorgang und die Bestrahlung der Luft mit UV- Licht werden Viren praktisch unschädlich gemacht, die Luft in den Klassenräumen wird nahezu frei von gesundheitsschädlichen Bestandteilen. Die Landesregierung stellt hierzu 50 Mio. € in Aussicht, wer dieses Geld wann bekommen soll ist unklarAls SPD- Fraktion im Rat der Stadt Lippstadt haben wir nun den Antrag gestellt, den Einsatz solcher Geräte und deren Anschaffung zu prüfen.

Aussicht auf Präsenzunterricht

Neben der Prüfung ob die Anschaffung dieser Geräte umsetzbar ist liegt es uns am Herzen, dass es in Lippstadt zu keinen Schulschließungen kommt.

  • Ist Lüften in den Räumen hinreichend möglich?
  • Sind die Klassenräume ausreichend groß oder kann auf andere städtische Räume zurückgegriffen werden?
  • Wie weit ist die Digitalisierung an Lippstädter Schulen vorangeschritten, sodass in abwechselnden kurzen Phasen zwischen Präsenzlehre und Homeschooling sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer ausreichend mit Endgeräten versorgt sind und im Umgang mit diesen Medien geschult sind?
  • Welche Konzepte sind realistisch um die Klassenstärke zu reduzieren?

Viele Fragen, mit denen sich die Verwaltung  und Schulen zusammen auseinander setzen müssen, damit ein sicherer Schulbetrieb garantiert werden kann.

Fazit

Um die Frage zu beantworten, ob unsere Lippstädter Schulen auf die dynamische Entwicklung der Pandemie ausreichend vorbereitet sind, fordern wir die Klärung aller Fragen, die einen sicheren Schulbetrieb betreffen. Neben grundsätzlichen und langfristigen Konzepten erwarten wir, dass auch kurzfristige Lösungen, wie die Anschaffung von Luftfilteranlagen rasch umgesetzt werden. Unsere Kinder und Lehrkräfte sind es wert, dass wir uns darüber Sorgen und Gedanken machen und diese mit Weitsicht beheben. Schulschließungen müssen verhindert werden.

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SPD-Lippstadt

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