Lippstadt wird inklusiv

Lippstadt ist eine bunte und offene Stadt, in der viele verschiedene Menschen miteinander ein gutes Leben führen können. Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen stehen dabei leider noch allzu oft am Rand, können Angebote nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen und werden damit in ihrer Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft begrenzt.

Wir setzen uns weiterhin für die Teilhabe dieser Menschen am öffentlichen Leben ein und fordern mehr “echte” Zusammenarbeit mit den Betroffenen, Trägern von Behinderteneinrichtungen,Vereinen und Verbänden sowie Politik und Verwaltung, um die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen besser zu verstehen und  Alltagssituationen barrierefreier zu gestalten. 

Freizeitangebote

Freizeit bedeutet, selbstbestimmt die Zeit zu gestalten, die man nicht mit Arbeit, Schule oder anderen Verpflichtungen verbringt. Lippstadt bietet eine Vielzahl von Freizeitangeboten, die aber nicht zwingend die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen im Blick haben. Wir möchten, dass mehr teilhabeorientierte Angebote entwickelt werden – dazu wollen wir in den Dialog treten -, um die Entwicklung voranzutreiben.

Beispiele für Entwicklungsmöglichkeiten sind etwa die Spielplätze im Stadtgebiet. Bei der Gestaltung und bei der Verwendung von Spielgeräten müssen die Bedürfnisse behinderter Kinder oder behinderter Eltern mehr in den Blick genommen werden und schrittweise angepasst werden. Es geht nicht um „irgendwie behindertengerecht“ sondern um ein konsequentes und qualifiziertes Umdenken und Mitdenken inklusiver Bedürfnisse. 

Warum gibt es eigentlich keine Wertungskategorie für die Teilnahme behinderter Sportler am Altstadtlauf? Barrierefreiheit ist eben auch mehr als das Fehlen von Stufen! Ein Besuch im Stadttheater muss auch für sehbehinderte oder hörbehinderte Menschen ein positives Erlebnis sein. Deshalb sehen wir noch viele weitere Bereiche in Lippstadt, bei denen wir besser werden können auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt. 

Lippstadt dein Marktplatz

Der Lippstädter Wochenmarkt bietet zweimal in der Woche ein kulinarisches Erlebnis mit frischen und regionalen Angeboten, an denen Menschen mit Behinderungen nicht ohne weiteres teilnehmen können. Die Fläche ist uneben und bucklig. In die Senke gelangt man nur, wenn man einen großen Umweg in Kauf nimmt. Das ist nicht nur zeitaufwändig, sondern auch kräftezehrend. Wir sind der Meinung, dass der Wochenmarkt für jeden zugänglich sein muss und Barrieren abgebaut werden müssen, damit auch Menschen die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, das Erlebnis Wochenmarkt endlich ohne erschwerende Bedingungen genießen können. 

Ein neues Stadthaus, Chance nutzen

Lippstadt soll ein neues Stadthaus bekommen, ein Verwaltungsgebäude, in dem alle Fachbereiche zentral untergebracht werden. Noch ist der Grundstein nicht gelegt. Jetzt gilt es dieses Gebäude barrierefrei zu gestalten. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen, entsprechende Verbände und Selbsthilfegruppen in die Gestaltung der Räumlichkeiten konsequent einbezogen werden. Wir wollen aber auch, dass von den Planungen gleichermaßen Seniorinnen und Senioren und Eltern mit Kindern und Kinderwagen profitieren können und damit das neue Stadthaus für jeden Bürger und jede Bürgerin der Stadt Lippstadt zugänglich wird. 

Barrierefreiheit, nicht nur breite Türen und ohne Stufen

Denkt man an Menschen mit Behinderungen, hat man schnell das Bild von einer Person in einem Rollstuhl vor Augen. Doch Behinderungen sind weitaus vielfältiger. Hör- und Sehbehinderungen zählen genauso dazu, wie Einschränkungen in der Kommunikation, geistigen Entwicklung und psychische Behinderungen. 

Wir brauchen in Lippstadt einen Aktionsplan Inklusion, der in Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen, Verbänden und Organisationen entwickelt wird und bei der Gestaltung und Weiterentwicklung  der Stadt und aller Ortsteile konsequente Anwendung findet. Inklusion bedeutet für uns, die Umwelt so zu gestalten, dass sie alle wahrnehmen und nutzen können und unsere Stadt für alle liebenswert und lebenswert wird. Dafür setzen wir uns ein!

Fazit

Als sozialdemokratische Partei liegt es uns am Herzen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in Lippstadt in unserer Stadt entfalten können und sich hier wohlfühlen. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, dass nicht nur unsere Kurorte barrierefrei sind, sondern sich unsere Stadt als ganzes verändert. Wir streben an, dass Barrierefreiheit zum normalen Stadtbild wird und Menschen mit Behinderungen nicht an den Rand gedrängt werden. In Zusammenarbeit mit Betroffenen und Verbänden wollen wir unsere Stadt auch für Menschen mit Behinderungen lebenswert machen und setzen uns für diese Veränderungen ein. 

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SPD-Lippstadt

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