Vier Ideen für bessere Integration in Lippstadt

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die im Zuge der immer weiter fortschreitenden Globalisierung und einer aus verschiedenen Gründen zunehmenden Zuwanderung von großer Bedeutung ist. Lippstadt stellt sich dieser Aufgabe in vielfältiger Weise. Es gibt ein integrationspolitisches Leitbild der Stadt Lippstadt, einen gesetzlich vorgeschriebenen Integrationsrat, der in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Soziales und Integration jährlich einen „Tag der Begegnung der Kulturen“ ausrichtet und zahlreiche Migrantenselbstorganisationen. Wichtige Eckpunkte für eine funktionierende Integration sind Sprache, Arbeit, Teilhabe am Leben in Lippstadt, Toleranz und Akzeptanz.

Sprache

Sprache ist die wichtigste Grundlage für Integration in eine neue Gemeinschaft, in einen neuen Staat und eine neue Stadt. Jede neue ausländische Mitbürgerin, jeder neue ausländische Mitbürger Lippstadts soll innerhalb eines bestimmten Zeitraums die deutsche Sprache erlernen, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Dazu können die von verschiedenen Seiten angebotenen Sprachkurse genutzt werden. Von unseren Kindern wissen wir, dass spielerisches Lernen, ein leichteres und besseres Lernen ist, das dazu auch noch Spaß macht. Von daher regen wir an, einen jährlichen Sprachwettbewerb durchzuführen, an dem ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger teilnehmen können, die noch nicht länger als zwei Jahre in Lippstadt leben. Im Wettbewerb können z.B. selbst geschriebene Geschichten, oder auch fremde Texte vorgelesen werden. Die besten Beiträge können in einer kleinen Feierstunde ausgezeichnet werden.

Arbeit

Arbeit schafft die finanzielle Grundlage für ein gesichertes Leben, dies gilt für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt. Von daher ist Arbeit auch ein wichtiger Bestandteil zur Integration und trägt zu einer größeren Akzeptanz bei. Ausländische Neubürgerinnen und Neubürger in Lippstadt müssen so schnell es geht einen Arbeitsplatz bekommen, um als wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Neben möglichen Tätigkeiten im städtischen Bereich, brauchen wir natürlich auch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Um hier Anreize zu schaffen, können Betriebe, die besondere integrative Maßnahmen durchführen, ausgezeichnet werden. Dies kann als eigenständiger Wettbewerb eingerichtet werden, oder auch als ein Kriterium in bereits bestehende Firmen-Wettbewerbe aufgenommen werden.

Teilhabe am Leben in Lippstadt

Teilhabe am Leben ist ein wichtiger Faktor für das Selbstwertgefühl eines Menschen. Von daher ist es wichtig, dass möglichst alle Menschen in Lippstadt am Leben teilnehmen können. Vielfach scheitert Teilhabe am Leben an mangelnden finanziellen Möglichkeiten. Es ist also immer wieder neu zu prüfen, inwieweit Vergünstigungen z.B. bei der Nutzung von Infrastruktur und Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen anzupassen, bzw. neu einzuführen sind. Das geht über z.B. Nutzung vom öffentlichen Personennahverkehr bis zum Eintritt ins Stadttheater, oder die Nutzung von städtischen Einrichtungen. In diesen Bereichen darf keine Ausgrenzung stattfinden! Für neue ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger können beispielsweise für ein Jahr die Kosten für die Nutzung des ÖPNV ausgesetzt werden.

Toleranz und Akzeptanz

Toleranz und Akzeptanz sollten immer Grundlage unseres Handelns sein! Wobei Toleranz und Akzeptanz immer an gültige Regeln und Gesetze gebunden ist. Es gibt im Integrationskonzept der Stadt Lippstadt dazu die entscheidenden Hinweise, wie das zu verstehen ist:

„Integration in Lippstadt ist die Einbeziehung von (neuen) Bevölkerungsgruppen in die bestehende Aufnahmegesellschaft unter Wahrung der eigenen kulturellen Wurzeln und gleichzeitig die Bezeichnung des Prozesses der Einbindung dieser (neuen) Bevölkerungsgruppe in das wirtschaftliche, soziale, rechtliche und kulturelle System der Aufnahmegesellschaft“

Da Toleranz und Akzeptanz oftmals an mangelndem Wissen über die andere Bevölkerungsgruppen scheitern, ist es notwendig, dieses Wissen zu vermitteln. Wir können uns gut vorstellen, dass sich jede Migrantenselbstorganisation in der Zeitung vorstellen darf, oder eine Sendung über das in Lippstadt ansässige Bürgerradio im Kreis Soest eine Sendung produzieren kann, wobei die Kosten für die Radioproduktion aus dem städtischen Haushalt gezahlt werden sollen.

Fazit

Integration ist wichtig und notwendig! Lassen wir Vielfalt zu und lernen auch von anderen Kulturen! Jeder Mensch ist wichtig und hat Fähigkeiten, die unser aller Zusammenleben bereichern können. Die Welt ist bunt und vielfältig, lasst uns neugierig bleiben und immer wieder über neue und kreative Ideen die Integration in Lippstadt verbessern.

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